Reitclub Böhmerwald

Umbau im großen Stil

Als das erste Mal davon die Rede war, dass im Meierhof eine Landesausstellung ausgerichtet werden sollte, bekamen wir Angst, dass der Reitclub dann wohl ausziehen müsste. Aber wir wurden zirka 2 Jahre beruhigt. Aber dann wurden die Pläne konkreter. Zuerst sollte nur ein Stallgebäude errichtet werden und die alte Halle bleiben. 

Aber in Herrn Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Winkler hatten wir aber dann einen "gewichtigen" Fürsprecher, dass eine neue Halle gebaut werden und die alte Halle in den Stall umgebaut werden sollte. Dann musste die Finanzierung des Projektes gesichert werden - war keine leichte Aufgabe. Es musste zuerst die Halle und dann der Stall in Angriff genommen werden, aufgrund des Reitbetriebes, der ja unbedingt abgehalten werden.

Im Frühjar 1990 sollte Baubeginn sein. Also kein Turnier im Sommer. Ende August wurde dann endlich mit den Arbeiten begonnen. Als erstes war die Sanierung des Daches für unseren neuen Bergeraum an der Reihe. Die Ziegel wurden bestellt. Bauherr war die Gemeinde Schlägl. Wir stellten die Arbeiter.

Während der Reitbetrieb weiterlief, wurde das Dach abgedeckt, der Dachstuhl saniert, neu gedeckt. Lärm und Unruhe waren an der Tagesordnung.

Im September 1990 war dann Baubeginn für die Halle. Als der Dachstuhl aufgestellt wurde, schneite es. Als es so richtig naß und kalt wurde, hatten wir kein Dach über dem Stall. Die Ziegel gingen aus und es regnete hinein. Dadurch entschloss man sich endlich eine Plane darüberzuspannen. Dann kamen auch endlich die Fenster und Tore für die Halle.

Dann ging es Schlag auf Schlag. Die Bande wurde gefertigt. Am 8. Dezember 1990 konnten wir nicht mehr in der alten Halle reiten. Aber am Abend dieses Tages durften die Pferde erstmals die neue Halle "besichtigen". Die Halle war bereitbar, aber sonst sah sie noch wie ein Rohbau aus.

Aber nun war der neue Stall an der Reihe. Alles ausräumen, Boden einebnen, dh., ausbaggern, aufschütten, rollieren; Mauern aufführen, Türen ausbrechen, andere zumauern, Kanäle verlegen; Senkgrube, Miststatt bauen; Bergeraum und Sattelkammer schaffen; den Zugang auf die andere Seite des Stalles verlegen; Fußboden betonieren; Decke einziehen und isolieren. Natürlich wurden auch Wasser und Licht gebraucht. Zentrale dafür sollte die neue Halle bzw. das Clubhaus werden. Die Zuleitungen waren allerdings noch nicht fertig. Dadurch gab es Strom und Wasser vorläufig nur provisorisch. Und das alles im Winter! Heizkanonen wurden aufgestellt! Und außerdem drängte die Zeit.

Am 15. März führten wir die Pferde am Abend in ihre neue Behausung. Zugang durch den Bergeraum, da der andere Zugang noch nicht begehbar war. Es dauerte schon ein paar Tage, bis die Pferde im neuen Stall heimisch wurden.

Aber mit der Arbeit waren wir natürlich noch lange nicht fertig. Vieles war am Anfang nur notdürftig hergerichtet. Und alle Leitungen mussten auch noch gegraben werden. Unvorstellbarer Dreck!

Ordentlich wurde es erst, als die neue Zufahrtsstraße gebaut wurde. Zu diesem Zeitpunkt waren wirklich alle Leitungen verlegt.

Im Sommer 1991 wurden dann nur "Kleinigkeiten" gemacht. Richtig los gings dann wieder im Herbst 1991. Es wurde der Außenputz angebracht, gefärbelt, Halle und Clubhaus innen verputzt, der Dachboden isoliert und betoniert, usw.

Ab dem Frühjahr 1992 folgt der Endausbau des Clubhauses. Fliesen wurden verlegt und Waschbecken montiert, Räume wurden geweißt, usw.

Und wieder heißt es Koppeln einzäunen, die Hallenbeleuchtung fehlt wie die Beregnungsanlage. Auch die Fertigstellung der Tribüne und der Feuermauer im Stall stand bevor.

Dennoch:

Am 4. und 5. Juli 1992 wurde die Reithalle feierlich eröffnet

Am 15. und 16. August 1992 wird ein Regionales Dressurtunier veranstaltet

Am 12. und 13. September 1992 folgt ein Regionales Springturnier

Am 26. Oktober 1992 strömen die Gäste aus nah und fern zum "Tag des Pferdes"

 

< Zurück